Elbs: Allerheiligen öffnet den Blick in den Himmel
31.10.202607:59
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Feldkircher Bischof: Wo Menschen nach dem Ideal der biblischen Seligpreisungen leben, geschieht Veränderung zum Guten und kann eine Ahnung von Himmel schon jetzt erfahrbar werden
Feldkirch, 31.10.2026 (KAP) Das Fest Allerheiligen öffnet den Blick über das unmittelbar Sichtbare hinaus in den Himmel. Auf diesen Kern des Hochfestes, das Katholiken am 1. November feiern, hat der Feldkircher Bischof Benno Elbs hingewiesen. "Die Heiligen erinnern uns daran, dass der Himmel auch für uns offen ist. Unser Leben erschöpft sich nicht in dem, was wir sehen, besitzen oder erreichen können. Es hat einen weiten Horizont", schreibt der Bischof in einem Beitrag für die "Vorarlberger Nachrichten" am Samstag und hält fest: "Wo Menschen barmherzig sind, Frieden stiften, einander beistehen und Hoffnung schenken, kann eine Ahnung dieses Himmels schon heute in unserem Leben erfahrbar werden."
Allzu oft werde das Leben verstellt durch Streit, Kränkungen oder Nebensächlichkeiten, die sich in den Vordergrund drängen. Genauso könnten große Krisen wie Klimawandel, Kriegsdrohungen und gesellschaftliche Unsicherheiten den Blick verengen. Umso wichtiger sei es, den Himmel ins Leben hereinzuholen und sichtbar zu machen, wie ein hoffnungsvolles Leben aus dem Glauben schon hier und jetzt Wirklichkeit werden kann.
Eine Richtung dafür würden die Seligpreisungen Jesu im Matthäusevangelium geben, die zu Allerheiligen in den Gottesdiensten zu hören sind. "Sie sind große Lebensweisungen und folgen einer anderen Logik als jener, die unseren Alltag vielfach bestimmt. Nicht Macht, Erfolg oder Besitz stehen im Mittelpunkt, sondern Barmherzigkeit, Sanftmut, Gerechtigkeit, Friede und ein reines Herz", so der Bischof. Jesus selbst habe diese Haltungen vorgelebt. "Und wo Menschen sie heute aufnehmen, geschieht eine Veränderung zum Guten".
Heilige wie Martin von Tours, Franz von Assisi, Teresa von Ávila oder Thérèse von Lisieux würden zeigen, dass die Seligpreisungen kein unerreichbares Ideal sind. "An den Seligpreisungen sollten wir uns nicht stoßen und sie als unlebbare Schwärmerei abtun. Vielmehr sollten wir uns von ihnen anstoßen lassen zu einem Leben, das Liebe fördert, und zu einem Glauben, der Hoffnung weckt", so Elbs.