Interreligiöses Treffen und Grundsatzrede zu Europa am letzten Tag des Papstbesuchs in Frankreich
Metz, 28.09.2026 (KAP) Am vierten und letzten Tag seiner Frankreichreise fliegt Papst Leo XIV. an diesem Montag vom Wallfahrtsort Lourdes im Südwesten nach Metz im Osten des Landes. In der lothringischen Stadt im Dreiländereck von Frankreich, Luxemburg und Deutschland steht das Thema Europa im Zentrum.
Nach einem um 10 Uhr vorgesehenen Treffen mit Vertretern anderer Religionsgemeinschaften findet ab 11 Uhr im Robert-Schuman-Kongresszentrum eine Begegnung über die "Wurzeln Europas für Frieden und Einheit" statt. Es wird erwartet, dass der Papst dort eine Grundsatzrede über Europa halten wird. Auch Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron und politische Vertreter der EU nehmen aus diesem Anlass an dem Treffen teil.
Der frühere französische Ministerpräsident, Außenminister und EU-Gründungsvater Robert Schuman (1886-1963) ist in einem Vorort von Metz begraben. Der Katholik legte mit seiner Idee einer industriellen Zusammenarbeit der früheren Kriegsgegner im Herzen Europas den Grundstein für die heutige EU.
Zum Abschluss seines Frankreichbesuchs feiert Papst Leo XIV. um 16 Uhr eine Messe in Stephansdom von Metz. Die Kathedrale Saint-Étienne wird wegen ihrer großflächigen Glasfenster auch "Gottes Laterne" genannt. Am Abend tritt der Papst den Rückflug nach Rom an. Dort wird er gegen 21 Uhr Ortszeit zurückerwartet.
Fünfte Auslandsreise
Für den seit Mai 2025 amtierenden Papst Leo ist der Frankreichbesuch die fünfte Auslandsreise seines Pontifikats. Im Spätherbst 2025 hatte der erste US-Amerikaner im Papstamt die Türkei und den Libanon besucht, im März 2026 folgte eine Tagesvisite im Fürstentum Monaco. Im April 2026 absolvierte der Papst eine zwölftägige Reise in vier afrikanische Länder (Algerien, Kamerun, Angola und Äquatorialguinea), anschließend besuchte er im Juni Spanien. Schon in etwas mehr als einem Monat geht Leo XIV. wieder auf Reisen. Eine Südamerika-Reise wird ihn von 6. bis 17. November nach Uruguay, Argentinien und Peru führen.