Gedenken zum Suizidpräventionstag (2) - Angebote in den Bundesländern
03.09.202613:57
(zuletzt bearbeitet am 03.09.2026 um 13:58 Uhr)
Österreich
03.09.2026, In der Wiener Ruprechtskirche veranstaltet das Beratungsangebot "Gesprächsinsel" gemeinsam mit der Kontaktstelle Trauer der Caritas am Donnerstag, 10. September, um 18 Uhr eine Gedenkfeier für Menschen, die durch Suizid verstorben sind. Die Gedenkfeier habe christliche Elemente, werde aber bewusst "religiös offen gehalten", um auch jene anzusprechen, die keinen christlichen Bezug haben, hieß es im Vorfeld dazu. Ein zentrales Element dabei ist ein Kerzenritual: Jede und jeder Angehörige zündet eine Kerze für die Verstorbenen an. Zusätzlich brennen so viele Kerzen, wie im letzten Jahr in Wien durch Suizid verstorben sind.
"Verwundet und aufgehoben" heißt der Titel der heurigen ökumenischen Gedenkfeier für Hinterbliebene nach Suizid im Bildungshaus St. Virgil am 23. November (18 Uhr), die vom Seelsorgeamt der Diözese Salzburg, der evangelischen Kirche und der alt-katholischen Kirche organisiert wird. Im Anschluss findet eine kleine Agape statt, und auch Seelsorgende stehen für Gespräche bereit. "Viele Menschen kommen leichter mit jenen in den Dialog, die ihre Erfahrung teilen, und das stärkt ein Gefühl der Solidarität", heißt es im Einladungstext.
In der Diözese St. Pölten laden die Kompetenzstelle Trauer, der Mobile Hospizdienst der Caritas, die TelefonSeelsorge, das AKUTteam NÖ und der PsychoSoziale Dienst der Caritas - Bündnis gegen Depression am 10. September in Seitenstetten und am 11. September in St. Pölten zu Gedenkfeiern für Menschen ein, die durch Suizid verstorben sind. Ab 18 Uhr besteht die Möglichkeit zum Austausch, um 19 Uhr beginnt die Gedenkfeier mit Texten, Gedanken, einem Erinnerungsritual, Segenswunsch und Musik. Sie soll auch ein Zeichen dafür setzen, dass über Suizid und seine Folgen offen gesprochen werden darf und "niemand mit seiner Betroffenheit allein bleiben muss", hieß es in einer Aussendung der Caritas St. Pölten.
In der Diözese Burgenland laden unter dem Titel "Hinter die Kulissen der 142 g'schaut" am Welttag der Suizidprävention Petra Lunzer und Christina Flatischler von der TelefonSeelsorge Burgenland zu einem Impulsvortrag mit anschließendem Austausch ein. Dabei werden Fragen wie "Was passiert eigentlich, wenn jemand die Notrufnummer 142 wählt? Mit welchen Anliegen wenden sich Menschen an die TelefonSeelsorge und wer ist für sie da?" behandelt. Die Vortragenden spannen den Bogen von der Gründungsidee der TelefonSeelsorge bis in die Gegenwart und informieren über das Angebot über die klassische Telefonberatung hinaus. So stehen heute auch Chat-, Messenger- und Mailberatung zur Verfügung und ermöglichen unterschiedliche, niederschwellige Wege, Unterstützung in Anspruch zu nehmen.
Auch noch in den kommenden Wochen lädt in Kärnten das Referat für Trauerpastoral gemeinsam mit der Plattform "Verwaiste Eltern" zu begleiteten Gesprächsabenden für Menschen ein, die um einen Angehörigen nach Suizid trauern. Die Treffen finden am 24. September, 22. Oktober und 12. November, jeweils von 18.30 bis 20.30 Uhr, im Diözesanhaus in Klagenfurt statt. In einem geschützten Rahmen können sich Betroffene austauschen und professionell begleitet werden. "Zusammen ist man weniger allein" lautet das Anliegen der Abende, die neue Perspektiven eröffnen und Kraft für den eigenen Weg geben sollen.