Debrecens Bischof Ferenc Palánki wird neuer Erzbischof von Kalocsa-Kecskemét
Vatikanstadt, 03.09.2026 (KAP) Ferenc Palánki (62) wird neuer Erzbischof von Kalocsa-Kecskemét in Ungarn. Papst Leo XIV. hat den bisherigen Diözesanbischof von Debrecen zum Nachfolger von Erzbischof Balázs Bábel (75) ernannt, wie das vatikanische Presseamt am Donnerstag mitteilte. Gleichzeitig nahm der Papst den altersbedingten Rücktritt Bábels an, der der flächenmäßig größten Diözese Ungarns seit 1999 vorstand.
Der neue Erzbischof Palánki stand zuletzt seit 2015 an der Spitze der Diözese Debrecen-Nyíregyháza. Zuvor war er ab 2011 Weihbischof in Eger. Der 1994 zum Priester geweihte Palánki ist ein Experte im Bereich Kirchenrecht. Neben seiner Tätigkeit in der Pfarrseelsorge war er vor seiner Bischofszeit Spiritual am Zentralen Priesterseminar in Budapest.
Neben Esztergom-Budapest und Veszprém ist Kalocsa-Kecskemét eine von drei römisch-katholischen Erzdiözesen in Ungarn. In den 127 Pfarren wirken knapp 90 Diözesanpriester. Die Zahl der Katholiken liegt laut vatikanischem Jahrbuch bei rund 350.000. Die ungarische Volkszählung von 2022 ergab für das Diözesangebiet eine Zahl von rund 190.000 römisch-katholischen Katholiken. Allerdings beantworteten nur rund die Hälfte der Bevölkerung die Frage nach der Religionszugehörigkeit.
Die heutige Erzdiözese geht auf die im 11. Jahrhundert gegründete Diözese Kalocsa zurück, die später zur Erzdiözese erhoben wurde und eine wichtige Rolle bei der Christianisierung Südungarns spielte. Nach dem Ersten Weltkrieg gelangten zwei Drittel der Pfarren der Erzdiözese außerhalb der heutigen Grenzen Ungarns.
Im Zuge der Neuordnung der katholischen Diözesen in Ungarn durch Papst Johannes Paul II. (1978-2005) im Jahr 1993 wurde das Diözesangebiet nach Norden hin erweitert, darunter um die Stadt Kecskemét. Seither trägt die Erzdiözese den Namen Kalocsa-Kecskemét. Ihr Gebiet entspricht seither dem des Komitats Bács-Kiskun.