Aufruf zum Schutz der Schöpfung - Kirchliche Jugendorganisation nimmt Verantwortungsträger in die Pflicht und würdigt Pioniere der Nachhaltigkeit auf der Website der katholischen Jugend
Wien, 03.09.2026 (KAP) Zu Beginn der kirchlichen "Schöpfungszeit" (1. September bis 4. Oktober) fordert die Katholische Jugend Österreich (KJÖ) ein Umdenken in der Klimafrage: Das extreme Wetter im Sommer habe vor Augen geführt, "wie verantwortungslos es ist, die Klimakrise nicht ernst zu nehmen", wie Rafael Haigermoser, Vorsitzender KJÖ, in einer Aussendung am Donnerstag festhielt. Die Jugendorganisation appelliert daher an die Politik, "endlich längst fällige Maßnahmen umzusetzen"; konkret seien dies vor allem ein wirksames Klimaschutzgesetz, das an der verbindlichen Klimaneutralität 2040 festhält und Strafen für Verstöße vorsieht, sowie der Abbau klimaschädlicher Subventionen.
Weiters fordern sie verbindliche Ziele und Maßnahmen für alle Sektoren, eine unabhängige Stelle, welche die Einhaltung eines öffentlich zugänglichen Klimafahrplans kontrolliert sowie die Verankerung des Rechts auf Klimaschutz in der österreichischen Verfassung. Nur so könne die Zukunft von Kindern und Jugendlichen sicher gestaltet werden, so die KJÖ, die sich für dieses Anliegen gemeinsam mit anderen Jugendorganisationen engagiert.
Zugleich würdigte KJÖ-Vorsitzende in der Aussendung den Einsatz für Nachhaltigkeit vonseiten "unzähliger Menschen, die seit Jahren vorausschauend handeln". Besonders betreffe dies viele junge Menschen, die dem Aufruf von Papst Franziskus in dessen Enzyklika "Laudato si", sich für Nachhaltigkeit einzusetzen, gefolgt seien. Oftmals seien sie dabei aber nicht ernst genommen worden.
Von dem "unermüdlichen Einsatz" dieser ökologisch handelnden Menschen profitiere die ganze Gesellschaft, hob Haigermoser hervor: "Etwa wenn der steigende Anteil an erneuerbarem Strom die Energiepreise dämpft, wenn entlegene Regionen mit kostengünstigen und regelmäßigen Öffi-Verbindungen erreicht werden oder wenn Städte durch Begrünung und Neugestaltung lebenswerter werden."