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Vater und Sohn am Strand
Bild Copyright: © pexels.com / gemeinfrei

Allerziehende: Plattform beklagt Schieflage bei Familienermäßigungen

03.09.2026 16:48
Österreich/Familie/Politik/Erziehung/Kinder
Betroffene wehren sich gegen Benachteiligungen bei Urlaubsangeboten - Gratis Kulturangeboten und mehr Offenheit für unterschiedliche Familienmodelle gefordert
Wien, 03.09.2026 (KAP) Die Sommerferien sind für viele Eltern eine fordernde Zeit, wobei besonders Alleinerziehende an ihre finanziellen Grenzen stoßen: Das geht aus einer Aussendung der Österreichischen Plattform für Alleinerziehende (ÖPA) vom Donnerstag hervor. Betroffene aus dieser Gruppe ärgere demnach, dass nicht alle in gleicher Weise von Freizeit- und Urlaubsangeboten profitieren können. ÖPA-Vorsitzende Evelyne Martin fordert politische Maßnahmen zu mehr Gleichberechtigung.

Konkret bieten Tourismus-Unternehmen häufig attraktive Angebote für zwei Erwachsene mit ein bis zwei Kindern an. Eine alleinstehende erwachsene Person mit Kindern bekomme jedoch meist keine Familienermäßigung. Der Wunsch nach gemeinsamer Zeit und gemeinsamen Ferienerlebnissen bestehe jedoch in allen Familienformen. Die ÖPA hält in ihrer Aussendung daher am Ziel fest, "dass die Angebote für alle leistbar sind".

Statt um Einzellösungen gehe es jedoch vor allem um eine "gesellschaftliche Neuorientierung". Aufgrund der Vielzahl an Familienmodellen fordert die ÖPA eine "Familientauglichkeitsprüfung", besonders wenn es um die Einführung neuer Gesetze geht. Deren Auswirkungen sollten von vornherein unterschiedliche Familienformen berücksichtigen. Konkret erhofft sich die ÖPA dadurch, eine "wirkungsorientierte Folgeabschätzung für Alleinerziehende und andere Familienformen sicherzustellen".

Der Zugang zu Kultur- und Freizeitangeboten müsse "für alle Kinder möglich sein", forderte Martin. "Im Idealfall ist der Eintritt für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre kostenlos. Dies sichert ihre Teilhabe und bietet einen hohen Mehrwert für unsere gesamte Gesellschaft." Zugleich würdigte die ÖPA-Vorsitzende aber auch Betriebe, welche bereits die unterschiedlichen Familienkonstellationen berücksichtigen. Beispielsweise biete die Therme Wien ein Familienticket für eine erwachsene Person und ein Kind an, weitere Kinder können dazugebucht werden. (https://oepa.or.at/)
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