Neben lebensnotwendigen Medikamenten hatte Pfarrer Gasparic auch Trikots und Fußbälle im Gepäck, um Kindern "für kurze Augenblicke ein Stück Unbeschwertheit zu schenken"
Eisenstadt, 06.05.2026 (KAP) Der burgenländische Pfarrer Zdravko Gasparic bringt regelmäßig Hilfsgüter in die Ukraine. Neben lebensnotwendigen Medikamenten hatte der Seelsorger, der auch in der österreichischen Priester-Fußball-Nationalelf kickt, bei seinem jüngsten Besuch eine "besondere Fracht" im Gepäck: Trikots und Fußbälle für Kinder, "um ihnen für kurze Augenblicke ein Stück Unbeschwertheit zu schenken", hieß es in einer Aussendung der Priesternationalmannschaft am Mittwoch. "Die Kinder in der Ukraine sind genauso fußballbegeistert wie unsere Kinder in Österreich. Doch während hier der Sport Alltag ist, leiden sie dort unter den grausamen Folgen des Krieges", so der Pfarrer von Bocksdorf und Olbendorf.
Die Menschen in der Ukraine würden sich nach Frieden sehnen, doch es müsse ein "gerechter Frieden" sein, sagte Gasparic. Mit seinen Einsätzen wolle er nicht nur die materielle Not der Menschen lindern, sondern auch moralischen Beistand leisten. Die Hilfsgüter erfüllten dabei einen doppelten Zweck: "Einerseits lindern sie die akute materielle Not. Andererseits sind sie ein wichtiges Signal an die Bevölkerung, dass der Rest der Welt sie in ihrem Überlebenskampf nicht vergisst", erklärte der Seelsorger.
Das Gefühl der Solidarität sei für die psychische Widerstandskraft der Ukrainer unerlässlich. Darum will Gasparic seine Einsätze fortsetzen und ruft zu Spenden auf, die er in seinen Pfarren entgegennimmt. Besonders gefragt sind neben Medikamenten weiterhin Fußbälle, Trikots und Sportbekleidung. "Jeder Ball, der die Ukraine erreicht, ist ein Symbol der Hoffnung für die Kinder vor Ort."