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Amokfahrt in Leipzig: Bischöfe trauern mit Angehörigen der Opfer

05.05.2026 10:01
Deutschland/Kriminalität/Kirche/Ökumene/Amok
Mindestens zwei Tote und drei Schwerverletzte bei Todesfahrt eines Deutschen durch Fußgängerzone - Ökumenisches Gedenken in Leipziger Nikolaikirche am Dienstag
Leipzig, 05.05.2026 (KAP/KNA) Nach der mutmaßlichen Amokfahrt eines Mannes in der Leipziger Innenstadt hat Dresdens katholischer Bischof Heinrich Timmerevers allen Opfern und deren Angehörigen sein Mitgefühl ausgedrückt. "In diesen schweren Stunden bin ich in Gedanken und im Gebet bei den Toten, den Verletzten und allen, die dieses Geschehen miterleben mussten", erklärte er am Montagabend.

"Den Angehörigen und Freunden der Opfer wünsche ich Trost und Beistand", fügte der Bischof hinzu: "Allen Einsatzkräften sowie den Helferinnen und Helfern in den Kliniken danke ich für ihren Dienst und bitte für sie um Kraft."

Er stehe auch mit den Seelsorgerinnen und Seelsorgern vor Ort in Leipzig in Kontakt, ergänzte Timmerevers. Der "schreckliche Vorfall" mache ihn "tief betroffen und fassungslos". Noch sei vieles unklar, doch in den kommenden Stunden und Tagen könnten "die Behörden hoffentlich weiter aufklären, was geschehen ist und welche Hintergründe es gibt".

Auch der evangelische Landesbischof Tobias Bilz äußerte sich bestürzt. "Mein tiefes Mitgefühl gilt den Opfern, ihren Familien und allen, die durch dieses Ereignis aus ihrem Alltag gerissen wurden", erklärte er. "Solche Taten treffen uns ins Mark." Bilz appellierte an die Menschen, sich den eigenen Ängsten um das Sicherheitsgefühl nicht auszuliefern. "Als Gesellschaft stehen wir zusammen - und wir sehen: In Momenten größten Leids wächst oft eine besondere Kraft der Solidarität."

Mehrere Tote und Verletzte

Nach bisherigen Informationen von Polizei und Behörden war am Montag ein 33-jähriger Deutscher mit einem Auto durch eine Fußgängerzone in der Leipziger Innenstadt gefahren und hatte dabei zwei Menschen getötet und mehrere verletzt, mindestens drei davon schwer. Der Täter sei festgenommen worden, die Staatsanwaltschaft gehe von einer Amokfahrt eines Einzeltäters aus, hieß es. Der Mann soll am Dienstag einem Haftrichter vorgeführt werden.

Geöffnete Kirchen und Ökumene-Gedenken

Nach Polizeiangaben wurde im Leipziger Gewandhaus eine Betreuungsstelle eingerichtet. Sie stehe für Betroffene ebenso wie für Zeugen zur Verfügung. In den Innenstadtkirchen Sankt Nikolai und Sankt Thomas können Menschen zudem der Opfer gedenken, beide Kirchen sind für Gebete und Gespräche geöffnet.

Für Dienstag ab 17 Uhr war in unmittelbarer Nähe zum Tatort eine ökumenische Gedenknacht in der evangelischen Nikolaikirche angesetzt. Es gehe dabei darum, Trauer und Mitgefühl zu teilen und in Gedanken bei allen Geschädigten zu sein, hieß es. Geleitet wird die Andacht von Superintendent Sebastian Feydt und Propst Ralph Kochinka, in Anwesenheit von Leipzigs Oberbürgermeister Burkard Jung.
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