Lehrende an der Katholischen Privat-Universität (KU) Linz betonen hohe Bedeutung von Bildungs- und Forschungseinrichtungen bei Anliegen, Gleichberechtigung, Diversität und Inklusion voranzutreiben
Linz, 07.03.2026 (KAP) Anlässlich des Internationalen Weltfrauentages (8. März) unterstreichen Theologinnen und Lehrende der Katholischen Privat-Universität Linz (KU) die Bedeutung von Bildungs- und Forschungseinrichtungen im Ringen um Gleichberechtigung, Diversität und Inklusion. Der Weltfrauentag sei gleichermaßen "Grund zur Freude" wie auch die "Erinnerung an eine Pflicht (...), dass der Kampf noch lange nicht gewonnen ist", werden in einer Aussendung am Samstag die Bibelwissenschaftlerin Prof. Andrea Taschl-Erber und Prof. Carlos Zorrilla-Pina vom Institut für Geschichte der Philosophie zitiert.
Die KU Linz lege großen Wert auf Chancengleichheit, Wertschätzung und Gleichstellung, heißt es in der Aussendung, und weise im österreichischen Vergleich einen überdurchschnittlich hohen Frauenanteil unter den Lehrenden auf. "Dieser besondere Tag bietet die Chance, sich an das von Frauen Geleistete zu erinnern, Erfolge zu feiern, aber auch weiter vorhandene Defizite aufzuzeigen, um gemeinsam aktiv für die Rechte von Frauen und ihre vollumfängliche Teilhabe einzutreten", so Taschl-Erber.
An die Theologin Rosemary Radford Ruether (1936-2022) erinnerte die Fundamentaltheologin Prof. Isabella Guanzini. Radford Ruether habe visionär darauf hingewiesen, dass die Heilung der Erde "ohne soziale Gerechtigkeit und die Gleichberechtigung der Frauen undenkbar ist", so Gunazini. Angesichts ökologischer Zerstörung, patriarchaler Machtstrukturen und kolonialer bzw. rassistischer Umtriebe brauche es eine "Wandlung unserer Denkformen, unserer Beziehungen und unserer Vorstellungskraft". Dazu könne auch der theologische Diskurs und speziell die Stimme von Frauen einen wichtigen Beitrag leisten.
Zu Wort kamen in der Aussendung der KU auch Lehrende wie Forschende der Fachbereiche Philosophie und Kunstwissenschaft. (Infos: www.ku-linz.at)
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