Ausstellung im Museo del Corso zeigt mehr als 50 Meisterwerke aus den Sammlungen des Kunsthistorischen Museums Wien - Who is Who der europäischen Malerei vertreten
Rom/Wien, 05.03.2026 (KAP) Österreichs Bundespräsident Alexander Van der Bellen und sein italienischer Amtskollege Sergio Mattarella haben am Mittwochabend in Rom die Ausstellung "Von Wien nach Rom. Meisterwerke der Habsburger aus dem Kunsthistorischen Museum" eröffnet. Bei der Schau im Museo del Corso werden nach Angaben der Veranstalter erstmals in Italien mehr als 50 Meisterwerke aus den Sammlungen des Wiener Museums präsentiert. Sie dauert bis 5. Juli.
Die beiden Staatsoberhäupter besuchten die Ausstellung im Palazzo Cipolla an der zentralen Via del Corso im Rahmen von Van der Bellens zweitägigem Rom-Aufenthalt. Bundespräsident Van der Bellen wird am Donnerstag von Papst Leo XIV. in Privataudienz empfangen. Zur österreichischen Delegation gehören auch Kultusministerin Claudia Bauer (ÖVP) und Verkehrsminister Peter Hanke (SPÖ) sowie die Vorsitzende der Katholischen Frauenbewegung, Angelika Ritter-Grepl.
"Universum der Pracht"
Die Ausstellung biete eine erlesene Auswahl an Meisterwerken, die zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert von der österreichischen Kaiserfamilie gesammelt oder in Auftrag gegeben wurden. Gezeigt werden Werke der größten Meister der europäischen Malerei, darunter Peter Paul Rubens, Diego Velázquez, Jan Brueghel der Ältere, Anthony van Dyck und Lucas Cranach. Italienische Künstler wie Tizian, Tintoretto, Veronese, Arcimboldo und Orazio Gentileschi seien mit Meisterwerken von seltener Schönheit und Intensität vertreten, hieß es. Highlight ist die "Dornenkrönung Christi" von Caravaggio, der eigens ein Saal der Ausstellung gewidmet ist.
Ein besonderer Bereich ist der Architektur des Museums selbst gewidmet, das von Gottfried Semper und Carl Hasenauer stammt und zu den faszinierendsten architektonischen Leistungen des 19. Jahrhunderts zähle. Die Ausstellung schlägt einen Dialog zwischen Semper und dem Architekten des römischen Palazzo, Antonio Cipolla. Beide stünden für eine gemeinsame humanistische Vision von Kunst und Architektur als Instrumente bürgerlicher Erhebung und moralischer Reflexion. Insgesamt erwarte die Besucher ein "Universum der Pracht, des Wissens und der Kontemplation", so die Veranstalter.